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Verbotene Graffiti – Porno

Obzöne Zeichen auf den Wänden der Stadt. Das Sexuelle quillt hervor aus einer verschämten Existenz im Untergrund der Pissoirs. Unscharf pubertierende Vorstellungen des Geschlechtlichen resultieren in ebensolchen Darstellungen. FICKEN schrei(b)t es in der Handschrift eines Zehnjährigen. Wo ein Wunsch einem Pickel gleich ausgedrückt wird, gerät der Akt des Einschreibens als Überschreitung und Überschreibung zur instantanen Simulation einer echten und selbstverständlich psycho-sexuellen Befried(ig)ung. Ordnung wird gleich mit gefickt.

Deutlich "erwachsenere" Zwangsvorstellung rasender Fickerei manifestiert sich am abgelegenen Orte, wo sich auf Torsi gestutzte Weiblichkeit und "Körper" dem Wunsch und Verlangen des per Permanent-Marker medial oder sonstwie kommunizierenden "Mannes" als X-Vorlage andienen mögen. Hier im Schmutzwinkel, unter der Brücke, hinter dem Wartehäuschen, am Bauzaun, wo immer sich ungestört einer einen abwedeln kann, blühen die pornografischen Zeichen in trauter Nachbarschaft zu den nazistischen.

Die Darstellungen sind reduziert: Weiblich: VOTZE, TITTEN, bestenfalls noch Beine und Arme, seltener Kopf, so gut wie nie Füße oder Hände; das Männliche auf das EINE: die spritzende RAKETE, den KOPF, den KOLBEN, das GLIED, oder eben post eiaculatum – die STEIFE LATTE abklaviert ...

Manch ein geschlechtlich Graffiti ist auch und wenigstens PIPI-lustig …

Auf diesen Seiten sind die Geschlechter getrennt sortiert. Reintextpornograffiti stehen ganz unten.
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HAHAHA PIPI!
Budapest, 1997
Finnland, 2001
Penismännchen
Lissabon, 2000
Penismännchen im ländlichen Portugal, 1999
Männlichkeit im pornografischen Graffiti
Rom, 2004 Berlin-Kreuzberg, 1993 Berlin-Mitte, 1999 Caracas, Venezuela, 1991 Lissabon, 2000
Tel Aviv, 2005 Tel Aviv, 2005
Strikte Reduktion bei der Darstellung eines Phallus
Rom, 2004
Berlin Alexanderplatz, 2007
Beelitz bei Berlin, 2008 Lissabon, 2000 Budapest, 2000 U-Bahnhof Westkreuz,
Berlin, 2003
Malta, 1992
Dieses mehr qualmende als spritzende, jedoch detailreich ausgeführte Prachtstück und die darunter gezeichnete Darstellung des weiblichen Geschlechts zeugen von gewissen Anatomiekenntnlssen.
Wien, 2005
Wien, 2006
FEO = hässlich, abstoßend. Dieser könnte auch der eines Esels sein.
südliches Portugal, 2000
Berlin, 1998
Kein Schwanz, sondern ein lachendes Gesicht mit Zigarette. Dieses Graffiti wurde vorbildlich dokumentiert, nämlich als Detailaufnahme sowie samt Abbildung der unmittelbaren Umgebung.
An einer Friedhofsinnenmauer in Berlin-Kreuzberg, 2008
Gut gesehen. Berlin-Mitte, 2008
Ein lachendes Gesicht, allerdings mit Schwanz, Berlin, 2008
Berlin, 2008 Ein weiteres lachendes Schwanzgesicht, Berlin, 2008
Berlin-Mitte, 2008
Berlin-Mitte, 2008
Berlin-Kreuzberg, 2008
Weiblichkeit im pornografischen Graffiti
Berlin-Neukölln, 2001
südliches Portugal, 1994 Berlin, 2003 Spanien, 1993
Berlin-Tiergarten, 2002 Berlin-Tiergarten, 2003
Berlin-Friedrichshain, 1998 Berlin, 2001
Berlin, 2000 Berlin-Mitte, 1996 Bemerkenswerterweise taucht zweimal eine Hubschrauber-Referenz auf (hier oben und "Tittycopter" unten), was Kritiker zu Vermutungen veranlasste, Heinrich Dubel hätte sich in diesen Fällen persönlich betätigt. Wahrscheinlich ist allerdings, dass sich zumindest im Falle des "Fut-Choppers" die beobachtende und dokumentierende Person – auf Dubels "Helikopterbesessenheit" anspielend – einen "Scherz" erlaubte, indem sie die originale pornografische Darstellung mit einem Hubschrauber bedeckte.
Berlin, 2004
Sao Paulo, Brasilien, 2008
Diskurs im Fickbereich
Harter Kontrast macht diese expliziten Ritzungen im Geländer des östlichen Balkons des Palast der Republik sichtbar (Berlin, 2002). Das Gebäude wurde 2007 zurückgebaut. Smilie-Gestalten beim "a tergo", Palast der Republik, Berlin, 2003 Der "Tittycopter" scheint ein Original zu sein. (Chicago 2003). Es bleibt abzuwarten, wann und wie sich eine Dreier-Verbindung (Helikopter UND Porno UND Hakenkreuz) ergibt.
"Why not? If it's got an opening ..."
Berlin, 2007
Auch dies ein explizit pornografisches Graffiti, wenn auch eher ... ehm ... didaktischer Natur.
Berlin, 1999
Prä-pubertä
Berlin, 2005
"Never did. Never will."
Berlin, 2006
KLEISTER Gegen SEXISTEN porNo"
Berlin, 2002
"Gegen Biowaffen – Schwanz ab – Schwester!" Berlin, 2008
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