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Verbotene Graffiti – NAZI/Porno

1978, vor mehr als 25 Jahren also, sprach Baudrillard von einem "Aufstand der Zeichen" und von Graffiti, die das Ghetto in die Stadt tragen, von toxischen Zeichen, die in die Adern der weißen Stadt eindringen und diese selbst als Ghetto entlarven.

Die Arbeitsgruppe Verbotene Graffiti (NAZI/Porno) lokalisiert ein psychogeografisches Ghetto, das der alte Untergrund der Baugrundstücke und Pissoirs ist, der von den Wänden Besitz zu ergreifen versucht.

"Verbotene Graffiti" werden von der erratischen Materialermüdungsforschung nicht deshalb so bezeichnet, weil sie im strafrechtlichen Sinne der Sachbeschädigung illegal sind. Der Grund für die tatsächlich euphemistisch gemeinte Bezeichnung ist der meist deviante "Content", das "schmutzige und verboten gehörende" Motiv, eben der NAZI/Porno. Als Empörung verursachende Kritzelei oder bösartiges Geschmier greifen die – wenn auch oft falsch wiedergegebenen oder unverstandenen – Zeichen in den psychogeografischen Raum ein.

Kollegin Pierburg von der Kontrollgruppe Erratische Architekturkritik stellt zur Thematik der Graffiti pornografisch/nazistischer Natur fest, dass sich alle "verbotenen" Graffiti aus einem begrenzten Vorrat an Zeichen speisen, über die – entsprechend dem Maße ihrer Anwendung – niemand verfügt. Verfügen ist hier in der dem Wort "fügen" zugrunde liegenden Bedeutung zu lesen. Über etwas verfügen heißt, es sich unterordnen. Der wiederholte, exhibitionistische oder paradox versteckt exhibitionistische Gebrauch von Zeichen ist der wiederholte, aber immer wieder misslingende Versuch, dieser Zeichen "Herr" zu werden.

Im Folgenden werden die von der Arbeitsgruppe Materialermüdung und den Adepten der erratischen Disziplin Architekturkritik dokumentierten Beispiele in drei Kategorien vorgestellt. Die Aufteilung in die beiden Kategorien > NAZI sowie > Porno ist sinnfällig. (Einige seltene Fälle, die beide Elemente vereinigen, sind auf dieser Seite dargestellt). Eine dritte Kategorie ist > Anti-Graffiti-Graffiti, die sich mit Angriffen auf NAZI-Graffiti beschäftigt.
> Verbotene Graffiti – NAZI
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> Vom Umgang mit verbotenen Zeichen
Prototypus: Kreidezeichnung auf der Eingangstür zum Fachbereich Psychologie der Humboldt-Universität zu Berlin 2002, Oranienburger Straße. Ganz rechts: Zustand eine Woche nach der Erstdokumentation.
"Please cum in my face", ein krude ausgeführter Phallus und die Aufschrift "SLUT", dazu ein Hakenkreuz auf der Stirn: Billboard in NYC 2001
Kreidezeichnung Berlin 2005
Das Hakenkreuz rechts oben ist besser zu erkennen als der weibliche Torso links unten. Die hier gezeigte Dokumentationspraxis kann immer noch verbessert werden. Bukarest 2006
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