> Seitenverweise
> Forschungsgruppe Materialermüdung
> disclaimer
> Beobachtungsgruppe Swastika
Die Swastika als Glückssymbol
und andere nicht-nazistische Verwendungen


Ebenso als heraldisches, religiöses oder ethnisch-traditionelles Zeichen, auch im 20. Jahrhundert.

Zudem: Ansicht eines kanadischen Künstlers, ohne Zweifel ein Hippiefreak, der neben der Produktion von erotisch-psychedelischen Bildern als Aktionist unter dem Pseudonym Mr Death den Tod und als ManWoman das Komplementäre des Dualismus Männlich-Weiblich thematisiert, unter Zuhilfenahme der Swastika als starkem Symbol. ManWoman ist auf beiden Körperhälften mit gleichen Designs aus Hakenkreuzen tätowiert, jeweils in gegenläufiger Drehrichtung. Er verkörpert exemplarisch das bestenfalls naive Unterfangen, das Hakenkreuz als "nicht schuldig" zurückholen zu wollen in ein Arsenal "guter Zeichen". Zu diesem Zweck unterhält er eine Zvedenborg-Seite und hat ein Buch veröffentlicht, das eine Menge interessanter Bilder unterschiedlicher Hakenkeuze und deren Verwendung abbildet.

Das Dllemma, in dem der gutmeinende ManWoman steckt, zeigt sich an seiner Einschätzung der Familie Gaede. In seinem Buch "Gentle Swastika" (sanftes Hakenkreuz) veröffentlicht ManWoman einen Brief von April Gaede. Die schreibt, wie ihr Vater, der kalifornische Rancher Bill Gaede, das Hakenkreuz seit den 1970ern als eingetragenes Brandzeichen an seinem Vieh verwendet, und dass diese Verwendung harmlos und völlig unpolitisch sei und dennoch auf Ablehnung trifft. Sie, April, sei glücklich über die Initiative des Kanadiers und bedankt sich für dessen Bemühungen um die Re-Installation der Swastika im Reservoir der "normalem Zeichen". Sie beschreibt das Pony ihrer "siebenjährigen Tochter, das ein großes Hakenkreuz auf der Flanke hat".

ManWoman will einen Fehler vermeiden, "nicht von einer Überraschung geblendet" werden, ist sich der Gefahr einer Verwendung im "Nazisinn" bewusst. Er fragt April nach den Motiven ihres Vaters, das Hakenkreuz als Brandzeichen zu verwenden. Die Antwort ist eindeutig beruhigend: "Schon vor Jahren hat mein Vater rausgefunden, dass die Swastika ein Zeichen war, das unsere Vorfahren, die Mennoniten und Amisch, als Glückszeichen an ihren Scheunen anbrachten." Und: "Niemand hat jemals unser Vieh gestohlen." ManWomans Buch erscheint 2001.

Sechs Jahre später sind die Töchter von April Gaede, die Zwillinge Lamb und Lynx, 15 Jahre alt und zu einer Nazipopformation mit dem suggestiven Namen "Prussian Blue" herangewachsen. Sie werden die "Olsen-Twins" der "White-Power-Szene" genannt. Und obwohl die momentan "prominentesten Botschafter des Rassenhasses" dem britischen Channel 4 in einem Interview sagen: "In den letzten vier Jahren ging es nur um Politik – es hat uns total ausgelaugt. Wir wollen eine Pause. Wir wollen weg von dem Zeug", touren sie mit ihrem Programm rassistischer und nationalistischer Lieder den Sommer 2007 über auf Veranstaltungen der bundesdeutschen Nazi-Szene.

ManWoman und die Gaede-Zwillinge werden hier mit einigen Bildern vorgestellt. Die übrigen auf dieser Seite gezeigten haben mit der ManWoman-Gaede-Connection nur gemein, dass sie von denen, die sie verwenden, als harmlos und unpolitisch deklariert werden.

"Lucky Gum Hot Dog"

Links: Glückwunschpostkarte "I wish you good luck ... and good health, and in the two good things combined may Dame Fortune point where you may the secret of happiness find."

beide um 1910
Glückwunschpostkarten, um 1910
Glücksbringend verzierter Dachgepäckträger aus einem Fernsehbericht über Tibet, 2007
Dalai Lama, die 14. Inkarnation, 2002
Oben: "Zur Hölle mit Hitler" - Banner mit dem "lächelnden Hakenkreuz", Marketing-Emblem und Anstecknadel des Hippiefreaks und Eso-Partisanen ManWoman, das sagt: "Ich war ein Glückszeichen und heiliges Symbol seit den Tagen des Altertums".

1989
Buddha-Statue in Hongkong, 1989
Ein Schrein für Rick Rubin, den Musikproduzenten. Aus einem japanischen Blog, 2009
Weiß auf schwarz eine Version des ursprünglichen Zeichens der klassischen 70er-UFO-Religion des Claude Vorilhon, genannt "RAEL". Die Gläubigen warten auf Raumschiffe, welche mglchws die Menschheit, sicher aber die Gruppe vor dem Untergang bewahren werden. In den 1990ern erregten die Raelianer Aufmerksamkeit mit der Ankündigung, bis zur Jahrtausendwende einen Menschen klonen zu wollen.

Rechts daneben golden auf weiß das neue Zeichen der Gruppe, nachdem man herausgefunden hatte, dass die UFOs in Jerusalem landen werden, und nun versuchte, dort eine eine Niederlassung zu gründen.
Neo-Arabeske, 1970er
Das Aktionslogo ManWomans mit den Forderungen "Hände weg von der heiligen Swastika" und "Stop dem Swastika-Bann der Europäischen Gemeinschaftskommission". Das Credo lautet: "Göttlichkeit, Liebe, Frieden, gutes Glück, Fröhlichkeit, Harmonie, Schutz". Das Hakenkreuz sagt: "Ich bin nicht schuldig".
Lamb Gaede und ihr Pony auf der Farm von Großvater Bill, Mitte der 1990er
Was aussieht wie ein sogenannter Kapselheber ist tatsächlich ein Anhänger, also quasi ein Amulett. 1925
Fahne der autonomen panamaischen Region der Kuna-Indianer in den San-Blas-Bergen und auf den San-Blas-Inseln (Kuna Yala oder Kuna-Land) wurde 1925 etabliert.

Links: Beispiel für ein ebenso elegantes wie idiotisches Amalgam aus Swastika, Sex und Erkenntnishuberei im Oeuvre ManWomans: "Ich wurde massengefickt von Heiligkeit" (Entstehungsdatum unbekannt)

Ganz links: Die Gaede-Schwestern und Mutter April entbieten einen zweifellos unpolitisch gemeinten Heilsgruß.
Plakat für die Bollywood-Produktion "Aabra Ka Daabra", die von jungen Menschenschicksalen an der gleichnamigen Zauberschule handelt. 2004
Links: ManWoman und seine nicht oft gezeigte Hakenkreuz-Tonsur

Ganz links: Lamb und Lynx Gaede in ihren Hitler-Smilie-Shirts, ein Foto, das durch die Weltpresse ging und auch in der Bundesrepublik der Prominenz der Mädchen zuträglich war.

2006
Links: ManWoman in seiner Inkarnation als Mr Death (mit Stripperinnen in den 1980er)

Ganz links: Lamb und Lynx Gaede bei einem Radiointerview in ihrer Heimatstadt Bakersfield, Kalifornien, September 2006
Falun Dafa – Emblem der Religionsgemeinschaft Falun Gong, die in China als Opposition verfolgt wird
Links: ManWoman und seine oft gezeigten spiegelgleichen Hakenkreuz-Tätowierungen. Beachtenswert das "dritte Auge" als Yoni- oder Flammentattoo, bzw hier in Zuammenschau mit obenstehender Grafik "I was gang banged by holiness".

Ganz links: Plattencover mit Lamb und Lynx Gaede. Um authentischer, d.h. deutscher zu erscheinen, ist absurderweise das bisher korrekt verwendete Doppel-S im Namen der Band gegen ein im Englischen nicht vorkommendes "ß" ausgetauscht ("Prußian Blue"). Die Mädchen sind deutlich sichtbar zu schönen jungen weißen Frauen herangewachsen.

2008

Der Name der Band übersetzt sich als "Preußisch Blau" und steht für die Substanz, deren durch Ernst Zündel, Fred Leuchter und andere in Auschwitz "nachgewiesene Nichtvorhandenheit" diesen "beweise, dass es keine Vergasungen gegeben haben kann", wie der lederschwule Münchner "Ex"-Nazi Bela Ewald Althans in Winfried Bonengels Film "Beruf Neonazi" erläutert. Oder in Praunheims "Männer, Helden, schwule Nazis". Hussah!

2005

Links: Eine seltene Kombinazi aus Schwänzen und Hakenkreuzen (mehr dazu siehe > Verbotene Graffiti – NAZI/Porno), wie sie nicht einmal ManWoman zu bieten hat, wird in dieser Tätowierung in bisher unerreichter und außergewöhnlicher Qualität gezeigt.
Buddhistischer Kitsch aus chinesischer Produktion. 2000
Hippiekitsch mit hinduistischen Elementen aus US-Produktion
14 Worte: Hier stehen wir, zwei zukünftige Mütter gesunder weißer Kinder - glücklich, hoffnungsfroh, bereit und entspannt.
Graffiti mit Hakenkreuz-Designelement an der Berliner S-Bahnlinie 3, Güterbahnhof Köpenick

2008
Die Campfire Girls wurden 1910 in den USA gegründet, als erste überkonfessionelle und nicht rassengetrennte Organisation gegründet, eine Organisation üfr Jugendliche ähnlich der Pfadfinder. Das rechte Bild zeigt Jacqueline Lee Bouvier, die spätere Jackie Kennedy, als junges Mädchen. Sie wurde im Jahre 1929 geboren, auf dem Bild ist sie vielleicht neun, zehn oder elf Jahre alt. Vermutlich waren die USA noch nicht in den WK2 eingetreten, als das Foto gemacht wurde.
Glückbringende Hochzeitsgeschenk-verpackung (New Mexico, 1980er)

Bei einigen Eingeborenenstämmen Nordamerikas, besonders bei den Pueblovölkern des Südwestens, war das Hakenkreuz als universelles Zeichen und Glückssymbol gebräuchlich. Als die USA in den WK2 eintraten, beendeten die "Indianer" die Verwendung der Swastika, und zwar nach eigener Entscheidung und nach Durchführung komplexer Zeremonien, um dem Zeichen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.
Seife, Berlin 2009 Hipstertätowierung, 2009
Vorrevolutionärer Rubelschein Russisches Kavallerieabzeichen
1912–1920
Russisches Abzeichen
1923–1939
"MAY OUR GLORIOUS FLAG AND THIS LUCKY STAR GUIDE YOU AND KEEP YOU WHEREVER YOU ARE."
Firmenschild "Hakenkreuzgewürze" in "Judenstadt"
Siehe auch > Bad Food / Böse Nahrung
US-Pfadfinder-Glücksbringer 1910
Die Escadrillè La Fayette war eine französische Einheit amerikanischer Freiwilliger, die im WK1 gegen das deutsche Kaiserreich kämpfte. Ihre Flugzeuge waren mit Hakenkreuzen und Indianerhäuptlingshäuptern bemalt.
Techno-CD-Cover, 1990er
Flugzeuge vom Typ Boing P-12 waren von 1929 bis 1932 Standardjagdflugzeuge beim United States Army Air Corps (USAAC).
Zwei "schöne Dosen" (Datum und Herkunft unbekannt)
Der Sieger der vierten Staffel der RTL-Castingshow “Deutschland sucht den Superstar” tanzt in seinem Video “Baby Blue”. Im Hintergrund ein Hakenkreuz.

September 2009
> Die Swastika als Glücksymbol (nach oben)
> Beobachtungsgruppe Swastika
> Verbotene Graffiti NAZI/Porno
> Verbotenen Graffiti – NAZI
> Verbotenen Graffiti – Porno
> Anti-Graffiti-Graffiti
> Vom Umgang mit verbotenen Zeichen
> Böses Essenm Bad Food

> Hakenkreuze am Bau
> Hakenkreuze als umsatzfördernde Maßnahme
> Forschungsgruppe Materialermüdung
> K-Boote

> James Dean
> SIMULAZI!
Erratik Institut Berlin > Home
> Einführung in die Allgemeine Erratik
> Erratische Architekturkritik

> Erratische Naturkritik
> Erratische Hubschrauberforschung
> Psychogeografie, -historie, -topologie
> Medienbeobachtung
> Erratische Weltaufklärungsarbeit
> Nicht lieferbare Titel
> Erratik Institut Jena