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Richtlinien für eine korrekte Ausführung erratischer Presse- und Medienbeobachtung und zur Materialsammlung zu den Disziplinen


Die Anforderungen an den erratisch Forschenden sind außerodentlich hoch. Das gilt für die erratische Presse- und Medienbeobachtung ebenso wie für die Materialsammlung in den Disziplinen.

Um die Dynamik des erratischen Gedankens zu begreifen und anderen begreiflich machen zu können, ist eine nahezu permanente Aufmerksamkeit erforderlich – gegenüber Allem und jedem Gegenüber. Es gilt, das scheinbar Gewöhnliche ebenso zu erkennen und zu beobachten wie die offenbare Abweichung, Irritation oder das fehlerhafte Muster.
Wer beobachtet und dokumentiert?

Die meisten Dokumentationsarbeiten werden von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Instituts durchgeführt. Letztlich kann sich aber jeder beteiligen. Die Mitarbeit ist freiwillig, Ansprüche auf Vergütungen oder Veröffentlichungen bestehen nicht. Eine Haftung für Einsendungen wird nicht übernommen.

Die E-Mailverbindung ist der direkte, einfachste und kostengünstigste Weg. Für analoge bzw. physikalische Zusendungen erfahren Sie die Postadresse der nächstliegenden Niederlassung des Instituts ebenfalls > hier.
Was wird dokumentiert?

Es folgt eine Übersicht der Themenbereiche und Materialgruppen ...


~ Weltaufklärungsarbeit (EWAA)

– fotografische Dokumentation fehlerhafter, sinnentstellter oder sonstwie auffällig abweichender Graffiti
– seltsame, "falsche" oder sonstwie auffällige Werbung
– "Wilde Schriften", Flugblätter von Stimmenhörern, Politsekten, auch fotografische Dokumentation entsprechender Graffiti
– Beiträge über interessante, seltsame, abweichende oder sonstwie die Aufmerksamkeit des Erratikers erregende Nachricht oder Mitteilung
– Sonstiges


~ Kannibalismus (AGSATAN)

– Artikel oder Beiträge (Clippings) über Kannibalismus (Anthropophagie), also über den Verzehr von Menschenfleisch durch Menschen
– Bilder zum Thema


~ 666, Aberglaube, Satanismus, Hexerei (AGSATAN)

– Artikel oder Beiträge (Clippings) zum Themenbereich, insbesondere Meldungen über das Auftauchen der Zahlenkombination 666 in Personalpapieren, Aktien, Autokennzeichen etc.
– Bilder zu diesem Themenkreis, insbesondere solche, in denen die Zahlenkombination 666 zu sehen ist
– fotografische Dokumentation, > Beispiele


~ Swastika/Hakenkreuz (BGSw)

Die > Beobachtungsgruppe Swastika dokumentiert Hakenkreuze sowohl im politischen als auch in diversen nicht-politischen Kontexten. Dokumentiert werden nach möglich zeitgenösssiche Erscheinungen, in jedem Fall aber Material aus der Zeit nach 1945. Es geht immer auch um das wilde Auftauchen, die falsche Verwendung, die Verfremdung oder Abweichung. Beispiele finden sich reichlich auf den entsprechenden seiten der > Arbeitsgruppe. Dokumentiert und gesammelt werden

– Bilder, in denen Swastikas/Hakenkreuze zu sehen sind
– fotografische Dokumentation von Hakenkreuz- oder ähnlichen Graffiti, auch im antinazistischen Kontext
– fotografische Dokumentation von Hakenkreuzen im Alltag
– fotografische Dokumentation von Hakenkreuzen als Stilelement in der Innen- und Außenarchitektur
– Clippings
– Sonstige

> disclaimer


~ GRWLS, von manchen Flatterband genannt

Wie diesbezügliche Dokumentation auszusehen hat, erfahren Sie bitte > hier und > hier.
Wie wird dokumentiert?

Egal, auf welche Art die Dokumentation erfolgt: Wichtig ist, dass die Herkunft des Dokuments festgehalten und mitgeteilt wird. Das heißt, auf einem Zeitungsausschnitt muss festgehalten werden, aus welcher Ausgabe welcher Zeitung er stammt (Name der Zeitung, Datum der Veröffentlichung, laufende Nummer, etc.). Bei Fotografien müssen Angaben gemacht werden, wer sie wo und wann gemacht hat. Bei Proben gilt das auch: Wer hat sie wo und wann genommen. Wissenschaftliche Arbeit kann ohne diese Informationen nicht durchgeführt werden.


~ Probennehmen (Sampling)

Wenn ohne Weiteres und ohne Verstoß gegen geltendes Gesetz ein Sampling durchgeführt werden kann, sollte ein Sampling erfolgen.


~ Druckschriften, Flugblätter, etc. (Vervielfältigungen)

Von Vervielfältigungen sollten nach Möglichkeit zwei Exemplare genommen werden.


~ Clippings

Zeitungsausschnitte, Fotokopien oder Scans


~ Fotografie

Die häufigste Form der Dokumentation ist die Fotografie.

Bei Aufnahmen ist darauf zu achten, dass das Objekt detailliert und in seiner Umgebung dargesellt wird. Dazu ist es häufig notwendig, mehrere Fotografien zu machen. Dreidimensionale Objekte sollten von verschiedenne Seiten fotografiert werden.

Bei der Fotografie von Oberflächen, Schildern, Graffiti, Zeichen, flachen Dingen und dergleichen ist darauf zu achten, dass es zu keine Überbelichtungen bzw. Reflektionen kommt. Reflektionen z.B. auf Schaufenstern können vermieden werden, indem nicht frontal im rechten Winkel fotografiert wird, sondern seitlich versetzt.

Bei der Dokumentation von z.B. Graffiti ist es wichtig, das Graffiti direkt, nah und deutlich zu fotografieren, jedoch auch ein weiteres Foto des Graffiti in der Umgebung zu machen.



Wie eine korrekte Dokumentation aussehen soll, können Sie auf jeder der entsprechenden > Seiten des Erratik Instituts Berlin nachsehen.
> Erratische Beobachtung der Printmedien, Analyse und Archiv
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