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Schultheiss-Kneipen und Ausschänken

Die Schultheiss-Kneipe ist ein Ort des Sozialen, obwohl sich eine Simulation dieses Sozialen auch in den eigenen vier Wänden oder an der Straßenecke durchführen ließe. Richtijemütlich is ees aaber nur am Tresen, wo die Zapfanlage blinkt ...

Links: die Lokalität Schmales Handtuch in der Zossener Straße. Sie verschwand Anfang 2007. Im Oktober 2008 befand sich dort ein Kiosk (Bild darunter).

Aus der Beobachtung der verschwindenden Schultheiss-Kneipe entstand das Vorhaben, weitere solche vor ihrem Verschwinden zu dokumentieren. Um dies zu gewährleisten, müssen selbstverständlich alle Schultheiss-Kneipen dokumentiert werden, denn jede kann die nächste sein. Selbstverständlich ist das Vorhaben, sämtliche Schultheiss-Kneipen zu dokumentieren, utopisch, wenn auch nicht unmöglich. Es dürfte sich allerdings um ein ziemlich langwieriges Unterfangen handeln.

Das Bestreben der Arbeitsgruppe, möglichst viele Schultheiss-Kneipen zu dokumentieren, wird begleitet von einem > Aufruf zur Mitarbeit, der an Mitarbeiter und Freunde des Instituts ergeht, auf ihren Wegen durch das Berlin (und im Anderswo) die Augen offenzuhalten und Schultheiss-Kneipen – ja recht eigentlich alles Dinge Schultheiss – zu dokumentieren.
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Diese Kneipe an der Ecke Gitschiner und Alexandrinenstraße hieß einmal Gaststätte am Patentamt. Der Schriftzug ist heute nur mehr ein > Berliner Gespenst. Obwohl das Schultheiss als Schriftzug im Türbogen überlebt hat, ist die Kneipe doch keine Schultheiss-Kneipe mehr. Als der Wirt die Konditionen der Brauerei nicht mehr erfüllen wollte, montierte die ihm den Leuchtschriftzug ab. Nach einer Phase als Tucher-Pils-Kneipe Am Patentamt (Bild Mitte) sperrte das Bier- und Bratkartoffellokal im Jahr 2007 endgültig zu. Im Oktober 2008 eröffnete das Lokal unter dem alten Namen. Es sah aus und roch als wie zuvor, nannte sich nun allerdings "Bar". Das Bild rechts stammt aus dem Film Mord am Meer von 2005 und zeigt die Ecke von einem vorbeifahredne Hochbahnzug aus.
Wie man es nicht machen soll ...

An der Ecke Prinzen- und Gitschiner Straße existierte etwa bis zum Jahr 2005 die Kneipe Zum Schwarzen Eber. Buchstäblich jahrelang fuhr Heinrich Dubel daran vorbei, ohne sie zu fotografieren, mit dem Gedanken, dass könne später noch erledigt werden. Dann war die Kneipe weg.

Die neue Situation erinnerte an die Auslage eines Bestattungsunternehmens (rechts unten), das Schultheiss an der Markise an die Kreuzberger Eckkneipe.

Im Jahr 2008 allerdings konnte per > Archäofotokinese (aus dem YouTube-Filmchen eines U-Bahnfans aus den 1980er Jahren) die ursprüngliche Fassadensituation zumindest ausschnittweise nachträglich dokumentiert werden (Bild links).
Historische Aufnahmen

Links: Die Aufnahme aus dem Jahr 1923 zeigt an der Fassade auf einem Schild einen schräg nach oben laufenden Schultheiss-Schriftzug. Der Name der "Restauration" ist nicht auszumachen. Das Bild stammt von einer Harley-Davidson-Fanseite aus dem Zvedenborg, offenbar handelt es sich bei dem abgebildeten Motorrad um eines dieser Marke. Die Schultheiss-Sichtung erweist sich als Zufallsfund.
Von der Kneipe Zur Tonne wissen wir nur, dass sie sich im Bezirk Friedrichshain befand.
Ganz links: Historische Aufnahme des Schultheiss-Patzenhöfer-Ausschanks Alfred Schröter an der Warschauer Ecke Boxhagener Straße, um 1912

Links: Bild vom Tagesbetrieb eines Schultheiss-Patzenhöfer-Ausschanks in der Warschauer Straße.
Der Inhaber ist als "Fritz Eichhorn" angegeben.

Beide aus dem Archiv des Kreuzbergmuseums
Von den Schultheiss Bier Stuben ist bekannt, dass sie sich an der Landsberger Allee befanden.

Aus dem Archiv des Kreuzbergmuseums
Tanz zwischen Ruinen, 1946 im 2 Schultheiss-Zelt
Leider ist nicht vermerkt, wo diese Aufnahme gemacht wurde. Sie stammt sehr wahrscheinlich aus den frühen 1960ern. Bei dem vorderen der beiden Fahrzeuge handelt es sich um einen NSU Prinz 4, wie er ab 1961 gebaut wurde. Da Fahrzeug dahinter ist vermutlich ein 1957er Opel-Kapitän.

Groß-Gaststätte Tanz-Bier-Bar club okay
mit "Autom. Kegelbahnen"

Aus dem Archivbestand des Kreuzbergmuseums
Schultheiss-Kneipe unbekannten Namens an der Ecke Ranke- und Tauentzienstraße. Die Aufnahme kann nicht jünger als von 1959 oder 1960 sein. Der Bau des Neuen Turms der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wurde 1959 beschlossen. Der genaue Baubeginn ist hier unbekannt, der Neue Turm wurde 1961 fertiggestellt.

Der Name dieser Lokalität ist ein schönes großes Schultheiss-Rätsel. Sie taucht auch an anderer Stelle des Schultheiss-Komplexes am EIB auf, etwa > hier.

Berlin-Charlottenburg
Zur Quelle – Das vordere Fahrzeug ist ein Citroen DS, wie er ab 1955 gebaut wurde. Vor der Kneipe parkt außerdem noch ein VW-Käfer. Nach dem Zustand des Hauses in der Neuköllner Pflügerstraße zu urteilen, ist das Foto nicht jünger als aus den 1980ern.
Schultheiss-Restauration

Details sind hier nicht bekannt ...
SCHLEUSENKRUG

Berlin-Tiergarten, 1969
Aus der Eingangssequenz der ZDF-Fernsehserie Die Pulvermänner, von 1972. Die erratische Technik der > Archäofotokinese fördert immer wieder historische Aufnahmen des Schultheiss zu Tage.
Aus einem Bericht über die Stadtentwicklung in West-Berlin aus der DDR-Tageszeitung Neues Deutschland

Die Szene zeigt vermutlich die Adalbertstraße mit Blickrichtung Kottbusser Tor mit dem Hochhausriegel des Neuen Kreuzberger Zentrums im Hintergrund.
Aus dem selben Bericht stammt dieses Foto. Bei der Schultheiss-Kneipe handelt es sich um den > Goldenen Hahn am Heinrichplatz.
Diese schlecht belichtete Fotografie wurde ohne weitere Angaben zu Zeitpunkt oder Herkunft eingesandt.

Eine mögliche Interpretation ist: In einer Kölner Kneipe wird Schultheiss ausgeschenkt. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, dass in einer Berliner Kneipe Gaffel Kölsch ausgeschenkt wird. Was ist wahrscheinlicher?
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