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Verdichtung V211
V1 (Fieseler Fi 103, Flakzielgerät FZG 76, Kirschkern, Reichenberg)


Die Vergeltungswaffe 1 oder kurz V1 war die erste Fernraketenwaffe der Nazis und ein Prototyp der sogenannten Geheimwaffen.

V1 war ein Lufttorpedo, eine Flügel- oder Flugbombe, basierend auf einem Staustrahltriebwerk, das der Franzose René Lorin erfunden hatte und von dem Münchner Ingenieur Paul Schmidt in Zusammenarbeit mit den Argus-Motorenwerken weiterentwickelt worden war. Der Chefkonstrukteur der Gerhard-Fieseler-Flugzeugbau entwickelte eine Zelle mit Stummelflügeln, die mit dem Argus-Pulsrohr (oder auch der "Schmidt-Röhre") angetrieben werden sollte.

Die technichen Daten der V1 waren eher bescheiden, ihre Reichweite und Zuverlässigkeit gering. Ein Viertel der Produktion versagte im Einsatz. Die Rakete konnte leicht von Jagdfliegern abgeschossen oder sogar von Sperrballons aufgehalten werden. Von Vorteil war die leichte und kostengünstige Herstellung sowie das billige Antriebsmittel Petroleum, das aus in Deutschland natürlich vorhandenen Lignit-Vorkommen gewonnen wurde.

1944 wurde eine bemannte Version der V1 gebaut – Reichenberg. Die schöne Pilotin und glühende Hitler-Verehrerin Hanna Reitsch, die zuvor schon mit einem Strahlflugzeug, der Messerschmitt Me 163 geflogen und abgestürzt war, fliegt die Reichenberg zur Probe. Es handelte sich um eine projektierte Kamikaze-Version der fliegenden Bombe. So berichtet es Hanna Reitsch (Dramatisation im Bild links unten). Irgendwelche britischen Historiker behaupten, es habe sich lediglich um ein Testflugzeug gehandelt, mit dem man Kontrollschwierigkeiten auf die Spur kommen wollte. Folgt man dieser Version, ist die Geschichte der Kamikaze-Variante einen nachträgliche Erfindung.

Interessant ist die von nachgeborenen Militärhistorikern, Technowaffenfreaks und Verklärungsspezialisten vorgenommene Klassifizierung der V1 als Geheimwaffe. Nichts kann weiter von der Wahrheit entfernt sein. Tatsächlich war die V1 am 12. August 1944 Titelgeschichte der Ausgabe Nr. 33 der Hamburger Illustrierten.
Barbara Rütting als Hanna Reitsch nach einem Testflug in der britischen Filmproduktion Operation Crossbow von 1965.
Verschiedene Versuchsmuster der sogenannten Geheim- und Vergeltungswaffe V1
Die hier rechts abgebildete Zeichnung, die große Ähnlichkeit mit den V1-Versuchsmustern aufweist, zeigt nun gerade nicht ein solches Versuchsmuster, sondern einen Prototypen der sogenannten "reichsdeutschen Flugscheiben", auch Nazi-UFOs. genannt. Es gibt weitere Prototypen, doch dieser hier ist der einzige, der eine derart große Ähnlichkeit mit einer tatsächlich existierenden Technik aufweist. Es handelt sich um eine Version der fiktiven > Miethe-Belluzzo-Flugscheibe. Die Herleitung eines fiktiven, als ganz eigenständig behaupteten Gegenstandes von einem tatsächlich existenten Gegenstand wird nennt der erratische Wissenschaftler eine mimetische Option.
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