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Verdichtung 2113 / VFW-Fokker Schildkröte Bremen 1972 ≠ Foo Fighter

Die erste, einzig echte und wirklich existiert habende sogenannte "reichsdeutsche" Flugscheibe ist das Modell VFW-Fokker Schildkröte Bremen 1972, oder kurz Schildkröte. Dieses "Fluggerät wird von einigen NSUFOlogen ebenso hartnäckig wie kontrafaktisch als Foo Fighter identifiziert. Jedoch längst nicht von allen, wie das folgende Textbeispiel belegt, zu finden auf der einschlägigen Webseite titels "Reichsdeutsche Sonderwaffen seit 1922" (Wiedergabe wie im Original):

"Die Fliegende Schildkröte und die Seifenblase, zwei völlig unterschiedliche Dinge, die aber von den Alliierten als zusammengehörend gewertet wurden. Die "FLIEGENDE SCHILDKROETE" wurde von der SS-Entwicklungsstelle IV in Wiener Neustadt entwickelt. Ihre äußere Form erinnerte an die eines Schildkrötenpanzers. Es waren unbemannte Flugsonden, die Störungen bei den elektrischen Zündanlagen der feindlichen Streitkräfte auslösen sollten. Sie hatten weiterentwickelte Klystronröhren eingebaut, die von der SS als Todesstrahlen bezeichnet wurden. Die wirksame Zündabschaltung funktionierte jedoch zu Anfang noch nicht so perfekt. Später gab es Weiterentwicklungen dieser Technik und der UFO-Kenner wird bestätigen können, daß die "Zündabschaltung", das Ausfallen elektrischer Anlagen eines der typischen Merkmale beim Auftauchen eines UFOs ist. Wendell C. Stevens, US-Air- Force-Pilot während des 2. Weltkrieges, beschreibt die Foo-Fighters als manchmal Graugrün oder Rotorange, die bis zu 5 m an die Flugzeuge herankamen und dann dort blieben. Sie ließen sich weder abschütteln noch abschießen und zwangen Flugstaffeln zum Teil zum Umdrehen oder Landen. Eine ganz andere Sache waren die oft als Foo-Fighters bezeichneten Seifenblasen. Bei diesen handelte es sich um einfache Ballons, in denen sieh dünne Metallspiralen zur Störung des feindlichen Flugzeugradars befanden. Der Erfolg dieser Idee dürfte gering gewesen sein von der psychologischen Wirkung einmal abgesehen."

Bis heute gilt die Existenz der VFW-Fokker Schildkröte als der Beweis für die physikalische Existenz auch anderer "reichdeutscher" Flugscheiben. Der Vorlauf zu diesem Fantasma ist sehr gut dokumentiert, und zwar im Magazin Luftfahrt International Nr. 9 vom Mai/Juni 1975, einer zwar strammrechten, aber dennoch den Gesetzen der Thermodynamik und einer strikt techno-wissenschaftlichen Sichtweise verpflichteten Fachpublikation. Unter der Überschrift "Leichtgläubigkeit kritikloser Leser" heißt es da:

"In den ersten Jahren nach dem Kriege, als noch keine wirklich authentischen Dokumente über die Geheimwaffenentwicklungen des 3. Reiches vefügbar waren, hatten Aufschneider, Fantasten und verkrachte Erfinder herrliche Zeiten, denn jede, auch die unmöglichste Story, wurde gierig 'geschluckt'. Nur so ist es zu erklären, dass zahlreiche Meldungen, wie die über die ominösen Flugkreisel, kritiklos veröffentlicht und ebenso bereitwillig von vielen auch geglaubt wurden. Von manchen offenbar sogar noch heute, wie eine in der April-Ausgabe 1972 der Werkszeitschrift der 'Vereinigten Flugtechnischen Werke-Fokker GmbH', Bremen, veröffentlichte, als Ulk gemeinte Notiz gezeigt hat.

Die Meldung 'Unbekannte Flugscheiben bei VFW-Fokker entdeckt' hatte durchschlagenden Erfolg: es kamen von vielen Seiten Anfragen nach weiteren Unterlagen über die im Bild vorgestellte 'Geheimwaffe'. In Wirklichkeit handelt es sich bei dieser um ein einfaches Modell, das aus zwei zusammengeklebten Kunststoffmanschetten für elektrische Stecker, drei Kugelschreiber-Fahrwerksbeinen, dem Sockel aus einem Plastik-Modellkasten sowie einigen Kleinteilen bestand. Recht martialisch mit Balkenkreuzen und Tarnfarbe bemalt sah es ganz überzeugend aus. Für manchen, wie sich gezeigt hat, schon ein bisschen zu echt."

Einmal mehr gilt, was die wissenschaftliche Erratik bereits in Hinblick auf die Haunabu-Blaupausen > feststellte: Will man etwas gut gemacht haben, muss man's eben selber machen.

Beispiel für ein "Originalfoto" eines Foo Fighters, wie es tausendfach im Internet zu finden ist. Das wirkliche Original ist hier unten zu sehen: drei Ansichten des Plastikmodells aus der Spaßwerkstatt der Vereinigten Flugtechnischen Werke Fokker. Obwohl in guter Qualität verfügbar, werden diese Fotos zugunsten einer scheinbaren Authentizität verfremdet, denn alle als echt imaginierten Fotos sind von relativ geringer Qualität, die quasi ein Ausweis ist für die gewünschte Echtheit. Andererseits gibt es keine qualitativ hochwertigen Fotos echter, das heißt nicht modellierter oder imaginierter Flugscheiben, denn dies würde selbstverständlich deren wirkliche Existenz voraussetzen. Das Problem wird seit einigen Jahren mit Hilfe hochwertiger Computergrafiken angegangen.
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