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Ordnung 3375, Verdichtung 2117

Dr. Richard Miethe
Dipl.-Ing. Richard Miethes Nurflügler



Die Mythe vom Miethe ...

Diplom-Ingenieur und vielleicht Dr. Heinrich Richard Miethe oder einfach Dr. oder Dr.-Ing. Richard Miethe, genialer Erfinder der BMW-Flügelräder und Mitkonstrukteur der > Miethe-Belluzzo-Scheibe, ist eine zentrale Phantomgestalt des Flugscheibentums. Im gesamten Universum gibt es keine biografischen Daten über Richard Miethe. Selbst die Erzählung seiner technischen Ruhmesleistung kommt mit der bloßen Erwähnung seines Namens aus. Die Mythe schreibt ihm außerdem die Entwicklung des AVRO-Skycars zu, das es im Unterschied zu den BMW-Flügelrädern nicht nur als Zeichnung, sondern als physikalische Realität gegeben hat. Doch im militärisch-industriellen Komplex der Amerikaner und Kanadier, dem Heim des AVRO-Skycars, ist Dr. Miethe unbekannt. Immerhin gibt es ein Foto, das einen Mann zeigt, von dem das Zvedenborg behauptet, es sei Miethe.

Der taucht erstmals im Jahre 1952 auf, in einem Artikel der Frankfurter Nachtausgabe: "Fliegende Untertassen = V7 sagt deutscher Konstrukteur / Reichweite 21.000 km / Scheibenform" – "Paris, 7. Juni – Die angeblich immer wieder gesichteten 'Fliegenden Untertassen' könnten ferngelenkte Flugapparate deutscher Konstruktion nach Art der V-Waffen sein.' Diese Theorie vertritt soeben die bekannte Pariser Abendzeitung 'France Soir' in ihrer neuesten Ausgabe. Dr. Miethe (der Konstrukteur) soll ferner erklärt haben, daß eine Neukonstruktion der V-Waffen in Scheibenform mit einer Reichweite von 21.000 km und Radarsteuerung mit der Bezeichnung V7 gegen Kriegsende fabrikationsreif gewesen sei. Man habe diese ferngelenkte Scheibe mit großem Erfolg über der Ostsee erprobt." (Schreibweise wie in Original)

Zu diesem Zeitpunkt (1952) lebt Miethe angeblich (und ausgerechnet) in Tel Aviv.


Miethe bei Skoda in Prag

Der zunächst anonym bleibende Autor der Ausgabe 23 der Zeitschrift Flugzeugprofile – Deutsche Kreiselflugzeuge verortet Miethe zunächst in Prag. Da heißt es über die BMW-Flügelräder (Schreibweise wie im Original): "Die meisten Entwürfe zeigten eine starre zentrale Kuppel mit einem rotierenden Kreisflügel. Aber wie war es möglich, einen starren zentralen Bereich ohne Hilfsrotor wie bei den Hubschraubern zu montieren? – Die Lösung dafür wurde von einem Ingenieurteam unter Leitung von Dr. Miethe gefunden, der während des Krieges in einem Skoda-Werk in einem Vorort von Prag arbeitete. Sie entwarfen ein Drehflügelflugzeug dessen Blätter sehr dicht beieinander lagen, so daß diese eine Scheibe bildeten. Die Blätter wurden von einem äußeren Verstärkungsring zusammen gehalten. Die Mannschaft, der Treibstoff und die BMW-Strahltriebwerke wurden in der zentralen Kuppel untergebracht."

Es folgen detaillierte Berichte der Entwicklungen und Modifikationen, die an den Flugscheiben vorgenommen werden und zur Generation von sechs verschiedenen Flügelradmodellen führen. Am Ende (!) des Textes steht der Satz: "Dr. Miethe stellte 1939 erste Überlegungen über das Flügelrad-Prinzip an." Derselbe Text steht in BMW-Flügelräder – Vergessene Flugscheiben-Modelle, veröffentlicht in EFODON-SYNESIS Nr. 2/2005. Doch ist hier ein Autor angegeben: Gernot L. Geise. Es liegt nahe, Geise auch als Autor des Textes der Flugzeugprofile zu betrachten ...


Miethe bei BMW in Dresden und Breslau und bei der Deutschen Reichspost in Zeuthen-Miersdorf

Ein Jahr später, in Geheime Antriebe im 2. Weltkrieg, erneut veröffentlicht in EFODON-SYNESIS, diesmal in der Nr. 4/2006, gibt Geise als Quelle seiner Informationen zu Miethe die Autoren Heiner Gehring und Klaus Rothkugel und deren Flugscheiben-Mythos an, lässt aber den Mythos außen vor (Schreibweise wie im Original):

"Dr.-Ing. Richard Miethe arbeitete in Dresden und ab 1943 in Breslau an
einem scheibenförmigen Fluggerät, das abgesaugte Luft für einen eventuell
atomgetriebenen Dampf- oder Strahlantrieb nutzen sollte. Bereits 1942 fanden Besprechungen um die technischen Fragen des Wärmeübergangs
von Uran auf Wasser statt. Die Erforschung atomarer Raketenantriebe
begann im Oktober 1942 bei der Forschungsanstalt der Deutschen
Reichspost. (...) Da von den Siegern des zweiten Weltkrieges keine einzige Flugscheibe oder Reste davon erbeutet wurde und wohl auch alle Pläne rechtzeitig vernichtet (oder in Sicherheit gebracht) werden konnten, lässt sich die hohe Geheimhaltungsstufe ermessen. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass von den USA eventuell doch noch Pläne oder Fluggeräte erbeutet wurden, die neben anderen bis heute unverstandenen Geräten in irgendwelchen Schuppen und Lagerhallen in den USA vor sich hinrosten. (...) Auch sind die zweifellos an der Konstruktion und dem Bau dieser Geräte beteiligt gewesenen Ingenieure und Techniker seit Kriegsende offensichtlich spurlos verschwunden oder erfolgreich untergetaucht. Konstrukteure wie J. Andreas Epp oder Dr. Richard Miethe sind inzwischen verstorben. Noch Lebende fühlen sich bis heute an ihren Eid gebunden und schweigen. Keinesfalls begaben sich diese hochrangigen Ingenieure in die Hand des damaligen Feindes, um ihr Wissen preiszugeben. Das machten nur zweit- und drittklassige Wissenschaftler und Techniker, letztendlich galt es damals zurecht als Vaterlandsverrat. (...) So sind wir heute auf Aussagen der immer weniger werdenden noch lebenden Augenzeugen angewiesen, die jene so unwirklichen Flugkörper mit eigenen Augen gesehen haben."

Soweit Gernot Geise. Schauen wir mal genau hin ...

Interessant ist der vorletzte Absatz des Geise-Textes hier oben, eine sinnfreie Aneinanderreihung von Worten, in welcher sich die Zeitlinie stark krümmt: Konstrukteure tauchen "seit Kriegsende" unter oder sind "inzwischen verstorben", "noch Lebende fühlen sich bis heute an ihren Eid gebunden und schweigen" ... und was mag das für ein Eid gewesen sein, dieser Eid der noch Lebenden? Ein Schweigegelübde? Dem Führer gegenüber? Und: "Keinesfalls begaben sich diese hochrangigen Ingenieure" – gemeint sind entweder die "noch Lebenden", von denen wir nicht wissen, wer sie sind, oder "Konstrukteure wie" > Andreas Epp, der kein Konstrukteur war, und Miethe, der gar nicht war – "in die Hand des damaligen Feindes, um ihr Wissen preiszugeben".

Naja. Wer sich in die Hand des Feindes begab, tat dies in erster Linie, um sich zu ergeben und zu überleben, nicht um Wissen preiszugeben. Was selbstverständlich nicht heißt, dass nicht auch Wissen preisgegeben wurde, und dass nicht etwa von "zweit- und drittklassigen Wissenschaftlern und Technikern". Man erinnere sich Wernher von Brauns, eher ein erst- denn ein zweit- oder gar drittklassiger Wissenschaftler, der sich und sein Wissen preis- und ergab, um dann dem "damaligen Feind" Raketen zu bauen, die diesen auf den Mond brachten. Und überhaupt: Jenes "damals", in dem drin sich "nur zweit- und drittklassige Wissenschaftler und Techniker" in die "Hand des damaligen Feindes" begaben, um ihr Wissen "preiszugeben", was "letzendlich zu Recht als Vaterlandsverrat galt" – galt, also nicht war? – war das eigentlich vor oder nach der Kapitulation?


Miethe bei München, die Identität der Flugscheiben verwirrt sich

Doch weiter in der Miethe-Mär. Aus den detaillierten "technischen" Beschreibungen der Entwicklungen lässt sich – quasi nebenbei – eine Zeitlinie und eine Verortung für die Geschehnisse herauslesen: "Der erste Prototyp mit der Bezeichnung BMW Flügelrad I V1 führte einen matten Aluminium-Anstrich und erste Flugversuche sollen zwischen August und September 1943 in Prag-Kbely stattgefunden haben. (...) Bei der Entwicklung des zweiten Prototyps BMW-Flügelrad I V2 wurden einige Änderungen vorgenommen. (...) Nach dem Umbau erhielt die Maschine einen gelben Anstrich und die Flugversuche begannen erneut im Herbst 1944 auf dem Fliegerhorst Neubiberg in der Nähe des BMW-Werkes. (...) Der nächste Entwurf, das BMW Flügelrad II V1, behielt den zentralen Bereich bei, nur das Seitenruder entfiel. (...) Die Maschine hob besser ab, aber die Steuerungsprobleme blieben die gleichen. Der erste Flug erfolgte am 14. Februar 1945 in Prag-Kbely, wobei das schlechte Wetter ausgenutzt wurde um nicht von feindlichen Aufklärern entdeckt zu werden."

Miethe arbeitet bis 1943 in Dresden und danach in Breslau, zur selben Zeit und am selben Projekt allerdings auch in Prag. Geflogen wird 1943 in Prag, 1944 in Neubiberg bei München, 1945 dann wieder in Prag. Klingt das logisch? Es sollte nicht vergessen werden, dass die Kriegswirtschaft zu dieser Zeit bereits zunehmend unter Druck gerät. Auch rückt die Ostfront näher. Wenn das Projekt wichtig genug ist, es überhaupt durchzuführen, ist es dann wahrscheinlich, dass es auf eine derart zeitraubende, unsichere und ineffektive Art durchgeführt wird, wie es zwangsläufig der Fall sein muss, würde es auf die von Geise beschriebene Art durchgeführt?

Geise weiter: "Das Konstruktionsteam wurde gebildet aus Dr. Ing. Richard Miethe, als Projektleiter für das Flügelrad und Fachmann für Aerodynamik, Dr. Ing. Habermohl Experte für Senkrechtstart und Autogyro. Dipl. lng. Guiseppe Belluzzo, Spezialist für wärmebeständige Legierungen und Dipl.-Ing. Rudolf Schriever, Flugkapitän bei der Luftwaffe und Chef der Testpiloten des Projekts." Wir wissen bereits, dass > Belluzzo ein Fachmann für Turbinen war, nicht für wärmebeständige Legierungen.


Miethe bei der > VRIL, in > Peenemünde und in Brandenburg

Jan van Helsing in seinem anti-semitischen Standardwerk Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert (Schreibweise wie im Original): "Es gab neben der »THULE-GESELLSCHAFT«, die später noch genau beschrieben wird, noch einen anderen Geheimorden im Dritten Reich, nämlich die »VRIL-GESELLSCHAFT«. Diese beschäftigte sich fast ausschließlich mit den sogenannte UFOs und dem Bau derselben. Für sie arbeiteten neben Viktor Schauberger und Dr. W.O. Schumann auch Schriever, Habermohl, Miethe, Epp und Belluzo, deren Entwicklungen wahrscheinlich den meisten der noch lebenden englischen und amerikanischen Piloten als »Foo-Fighters« in Erinnerung sind. Beschleunigt wurden die Entwicklungen immens, als nach deren Angaben 1936 eine »nichtirdische« Untertasse im Schwarzwald abgestürzt war und diese trotz des Absturzes kaum Schaden erlitten hatte. Nachdem man den Antrieb genauestens studiert hatte und diese Erkenntnisse mit dem bereits enormen Wissen der »Vril-Gesellschaft« über Implosion und
Anti-Gravitation verbunden wurden, begann man eigene Prototypen herzustellen. Entwicklungen wie die »Vril-7« (V7), ein diskusförmiger Überschallhubschrauber (nicht zu verwechseln mit den Marschflugkörpern V1 und V2), waren schon so erstaunlich, daß der heutige »Stealth-Bomber« der US Air Force fast einem Spielzeug gleicht. Zum Beispiel erreichte die von Richard Miethe entwickelte Vril 7, die mit zwölf Turboaggregaten BMW
028 ausgestattet war, bei einem Testflug am 14. Februar 1944 in Peenemünde im Senkrechtstart eine Höhe von 24,200 m und erreichte im Horizontalflug 2,200 km/h. Doch schon Ende 1942 hatte man mehrere Exemplare des diskusförmigen Rundflugzeuges RFZ 6 mit dem Namen »Haunebu II« fertiggestellt. Es hatte einen Durchmesser von rund 32 m und
eine Höhe an der Mittelachse von 11m und flog in Erdnähe über 6,000 km/h. Es hatte eine Reichweite in Flugdauer von 55 Stunden, startete senkrecht, konnte horizontal wie auch vertikal und vor allem rechte Winkel fliegen (das typische Flugverhalten der überall auf der Welt gesichteten UFOS). Man war jedoch mit späteren Vril-Entwicklungen noch viel erfolgreicher. Ebenfalls zu dieser Zeit entstand ein eigenes Projekt, V-7. Unter dieser Bezeichnung wurden mehrere Flugscheiben gebaut jedoch mit konventionellen Düsenantrieben. Auf den Grundlagen von ANDREAS EPP entstand das RFZ 7, eine Kombination aus einer levitierenden Flugscheibe mit Düsenantrieb. An dieser arbeiteten die Entwicklungsgruppen SCHRIEVER-HABERMOHL und MIETHE-BELLUZO. Das RFZ 7 hatte einen Durchmesser von 42 m, ging jedoch bei einer Landung in Spitzbergen zu Bruch. Später wurde jedoch ein nachgebautes RFZ 7 außerhalb von Prag fotografiert. Nach Aussage von Andreas Epp sollte dieses mit atomaren Sprengköpfen ausgestattet werden und New York bombardieren."

Van Helsing widerspricht sich in diesem selbst für eine Irrenerzählung bemerkenswert inkonsequenten Geschwurbel laufend: Das Rundflugzeuges RFZ 6 ist angeblich die Flugscheibe Hanebu 2. Die > V7 ist mal Vril 7, ein "diskusförmiger Überschallhubschrauber", mal als V-7 "mehrere Flugscheiben mit konventionellen Düsenantrieben". Und das in einem nur ein sehr kurzen Auszug aus dem gesamten Text.

Was einen Durchmesser von 42 Metern hat und bei der Landung in Spitzbergen zu Bruch geht, ist bei van Helsing ein Rundflugzeug RFZ 7 (und damit die VRIL-Flugscheibe 1, angetrieben durch den Schumannschen SM-Levitator, gebaut in Neuendorf bei Arado, vergleiche > hier), ist im Folgenden ein in Breslau gestarteter BMW-Nurflügler, also eine den Coanda-Effekt ausnutzende Drehflügelangelegenheit.

Höhen- und Geschwindigkeitsangaben steuern ein Weiteres zur Glaubwürdigkeit der Erzählung bei.


Miethe bei Hitler in Berlin

Eine Webseite (kheichhorn.de/html/body_rfz_4.html, besucht im November 2006) schreibt dies (Schreibweise wie im Original): "Eine 42 Meter grosses Flugscheibe wurde in Breslau von Miethe und Bellonzo gebaut. Diese sollte auf einem Richtstrahl nach Spitzbergen geflogen werden, ist bei der Landung in Spitzbergen jedoch so schwer beschädigt worden, daß diese nicht wieder zurückfligen konnte. Während eines Fluges ausserhalb von Prag hat Andreas Epp eine dieser Flugscheiben während eines Testfluges beobachten können. Ebenfalls 1942 arbeitete Dr. Richard Miethe an dem RFZ 7 T. Gioseppe Bellonzo stösst später zu diesem Projekt zu. Auch Schriever und Habermohl schliessen sich dieser Gruppe an. Am 17. April 1945 meldete Richard Miethe an Adolf Hitler: 'Am heutigen Tage ist unter meiner Leitung und in Gegenwart von drei Offizieren der Luftwaffe über dem baltischen Himmel die Vergeltungswaffe 7 erprobt worden.'"

Nochmal langsam ... Miethe arbeitet an den RFZ, wohl in Brandenburg, wo diese Arbeiten ja angeblich stattgefunden haben, und zwar 1942, also ein Jahr nachdem die > RFZ-Serie eingestellt wurde. Hmm ...

Die BMW-Flugkreisel, die sich ansonsten nur mühevoll in der Luft halten können, fliegen nicht in der Nähe von Prag oder München, sondern "über dem baltischen Himmel". Am baltischen Himmel haben zu diesem Zeit bereits sowjetische Jagdflieger die Lufthoheit, am 17. April 1945 liegt die Front schon an der Weichsel. An diesem Tag trifft Miethe Hitler, im Führerbunker in Berlin, zwei Wochen vor dessen Selbstmord? Jedenfalls kann Miethe (auf kheichhorn.de/html/body_rfz_4.html) nach dem Krieg erklären: "Der frühere V-Waffen-Ingenieur Dr. Richard Miethe erklärte nach dem Krieg wörtlich: 'Ich wage zu behaupten, dass fliegende Scheiben, falls sie am Himmel kreisen, in Deutschland konstruiert, nach meinen Anordnungen fertiggestellt und wahrscheinlich in Serie von den Sowjets nachgebaut wurden.'"

Was für ein Satz! Und es geht immer weiter ...

Ein "Dr." Axel Stoll vom > Neuschwabenland-Stammtisch in Berlin, "Naturwissenschaftler und Autor vieler populärwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Publikationen und Vorträge", darunter die Spökenkieker-Schwarte Hochtechnologie im Dritten Reich, weiß über Dr. Richard Miethe zu berichten (Text wie im Original): "Ihm gelang die Flucht mit einem Me 163 Raketenjäger. Über einige Zwischenstationen gelangte er nach Nordamerika, wo er von der nordamerikanischen Firma A.v. Roc de Comp (ARVO) ein Angebot oder einen Auftrag für eine Neukonstruktion und Weiterentwicklung seiner V-7 erhielt. Dieses vermeintliche Angebot nahm er an, und während der 1960er Jahre berichteten Medien vom erfolgreichen Test eines ARVO-Flugdiskus mit fünffacher Schallgeschwindigkeit. Danach wurde dieses Projekt angeblich eingestellt. Vieles spricht aus meiner Sicht dafür, daß Dr. Miethe die Amerikaner absichtlich auf Irrwege führte!" Soll oder muss so etwas dekonstruiert werden? Nicht heute ...


Miethe als Kontakler außerirdischer Intelligenzen

"Dr." Stoll, dessen "Sachgebiete Geowissenschaften, Militärwissenschaft,
Umweltschutz sowie mathematische Physik" sind, ist zweifellos eine technisch interessierte Knallcharge, sein Spintisieren versucht stets den Eindruck von Wissenschaftlichkeit zu vermitteln. Das passt ins Bild, denn bis hier war die Geschichte der Miethe-Nurflügler eine zwar fantastische, aber eben doch eine techno-fantastische Geschichte. Es wird nun allerdings Zeit für eine nicht wirklich überraschende Wende ins Spirituelle. Der UFO-kritische CENAP-Reports Nr. 297 vom Dezember 2005 berichtet von einem gewissen Guido Moosbrugger und dessen "Werk" Flugreisen durch Zeit und Raum – Reale Zeitreisen, in dem dieser schreibt (Schreibweise wie im Original): "Was nicht allen Leuten bekannt sein dürfte, ist die Tatsache, dass neben den herkömmlichen Raumfahrzeuge auf der Erde auch Flugobjekte existieren, die man mit Fug und Recht als exotisch bezeichnen darf ... schon während des Zweiten Weltkrieges waren völlig unbekannte, scheibenförmige Flugobjekte gesichtet worden. Dies führte damals zur Annahme, es könnte sich bei diesen Objekten sehr wahrscheinlich um eine der Geheimwaffen Adolf Hitlers handeln. (...) Ja, sie waren da, aber es waren Eingaben, die Hitler-Ingenieure von den Plejadiern sowie deren Verbündeten aus dem Lyra-Wega-System in den dreißiger Jahren erhielten und deswegen imstande waren diese Flugscheiben zu bauen! Zur Erreichung dieses Zieles übermittelten sie an verschiedene, speziell auserwählte Erdenmenschen diverse technische Einzelheiten auf impuls-telepathischem Wege. Von den Auserwählten erwiesen sich besonders deutsche Techniker als geeignet, wie z.B. die Forscher namens Rudolf Schriever, Dr. Richard Miethe und andere." Im Kopf von Miethe waren also die Außerirdischen drinnen.


Die Zeitlinie löst sich auf, Miethe verschwindet

Der Romancier Hans Altmann schreibt in lupenreinstem Deppendeutsch im Vorwort zu seinem deutschen Roman Eine deutsche Legende (Schreibweise wie im Original): "Dieser Roman ist ein Roman voller Realitäten und ist geschrieben im Gedenken an diejenigen Reichsdeutschen, die mir das Wissen zu dessen Inhalt gaben. Die Namen der darin mitwirkenden Personen, die gelebt haben und teilweise noch leben, sind so weit geändert worden, um nicht erkannt zu werden. Mein besonderer Dank gilt der Frau, die unter dem Namen Irene in diesem Roman mitwirkte. Ohne ihre Hilfe und ihr Wirken hätte dieser Roman nicht geschrieben werden können, Sollte sich die eine oder andere Person in diesem Roman wieder erkennen, kann es sich nur um einen Zufall handeln und ist nicht beabsichtigt."

Der Roman voller Realitäten ist eine in der ersten Person gehaltene Nacherzählung und Weiterdichtung all dessen, was > Wilhelm Landig (in seiner Thule-Trilogie), Jan van Helsing (in den Geheimgesellschaften und wortgleich in Unternehmen Aldebaran) sowie neuerdings "Torn Chaines" (in den Stahlfront-Schmökern) schreiben. Im Gegensatz zu diesen neigt er allerdings dazu, sich fabulierend in Details des Alltäglichen zu ergehen. So wird ständig Moselwein getrunken, der "golden in den Gläsern schimmert" und ausgiebig, meist auf "Kosten der Verwaltung", gespeist. Es wird auch viel gelacht im SS-Nachfolgestaat.

Eine deutsche Legende erschien 1999. Zwischen ausgiebigen Lamenti über die Ungerechtigkeit des Wirtschaftssystems der "Scheindemokratie BRD" und Ausfahrten mit einem "Panzerglasfahrzeug" auf dem Mars findet der Autor genügend Zeit und Raum, sich über die "jüdische Frage" zu entäußern und festzustellen: "Die beiden Leichen, die die Sowjets vorfanden, waren niemals Adolf Hitler und Eva Braun gewesen." Selbstverständlich ist auch Altmann Anhänger der "These", nach welcher Hitler mit einer Flugscheibe (hier > Haunebu II) nach Südamerika entwichen ist.

Altmann erwähnt Miethe nur ein einziges Mal (Schreibweise wie im Original): "Es war 18 Uhr, und ich hatte keine Lust allein in der Wohnung zu bleiben. Ein paar Straßen weiter saßen noch einige meiner Freunde und Bekannten zusammen in einer Gaststätte beim Bier. Mit, sieht man dich auch mal wieder, wurde ich begrüßt, als ich an die Theke trat. Aber die nächsten Worte sprudelten bei einigen fast gleichzeitig heraus. "Hast du das UFO auch gesehen?" Um eine Gedankenpause zu gewinnen, sagte ich: "Bitte nicht alle auf einmal!" "Hör mal, du bekommst gar nichts mehr mit, wenn du nur deine neue Freundin im Kopf hast. Ab und zu solltest du mal zum Himmel sehen," sagte mein alter Schulfreund Horst zu mir. Egon, der Gastwirt meinte, während er mir ein Pils zapfte: "Die kommen vom Mars. Das sind Außerirdische." Wenn die wüßten, dachte ich! "Müssen das Außerirdische sein? Es könnten sich um Geheimwaffen der Russen oder Amerikaner handeln," meinte Dieter. Ein Fremder, der etwa zwei Meter weg von uns auf seinem Barhocker auch an der Theke saß, mischte sich in unser Gespräch ein. "In der Illustrierten Kristall habe ich vor Jahren einen Artikel gelesen, daß vor 1945 die Deutschen so etwas entwickelt hatten. Das hatte ein Ing. Richard Miethe behauptet, der mit seiner Familie in Bremen wohnte. Kurz nach dem Interview mit der Zeitung war er mit seiner Familie spurlos verschwunden. Ob er entweder von den Amerikanern oder den Russen mit seiner Familie entführt wurde, kann niemand sagen." "Und warum haben wir dann den Krieg verloren?" fragte Egon der Gastwirt. "Nun, es sind viele Geheimwaffen durch Sabotage nicht mehr eingesetzt worden. Die Verräter saßen teilweise an den richtigen Schalthebeln," erwiderte der Fremde. "Was ich davon halten soll, kann ich wirklich nicht sagen, da ich bisher an diese Dinge noch nicht geglaubt habe," meinte Horst. „Was hältst du davon?" fragte mich Dieter. Verlegen zuckte ich mit den Schultern und sagte: "Wenn ihr alle das gesehen habt, muß es wohl stimmen."

... und schwuppdiwupp und Hast-Du-nicht-gesehen ist Dr. Heinrich Richard Miethe oder einfach Dr. oder Dr.-Ing. Richard Miethe, die zentrale Phantomgestalt des Flugscheibenwesens, erstmal ... weg.

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> V2
> V7 Flakmine
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Das AVRO-Skycar 1954 (oben) und die Weiterentwicklung für die US Air Force 1961 (darunter).

Der Newsletter Nr. 11 der Civilian Saucer Intelligence (New York) vom 15. Juli 1959 verfolgt die Story zurück und stößt dabei auf die Urschriften des Miethe-Mythos: "Das scheibenförmige Jet-Flugzeug wurde 1951 von John Frost entworfen, für die kanadische AVRO-Flugzeugwerft in Toronto, Kanada. (...) Das kanandische Verteidigungsministerium hatte das Programm bereits 1954 mit der Begründung eingestellt, es sei nicht vielversprechend genug, uDas AVRO-Skycar 1954 (oben) und die Weiterentwicklung für die US Air Force 1961 (darunter).

Der Newsletter Nr. 11 der Civilian Saucer Intelligence (New York) vom 15. Juli 1959 verfolgt die Story zurück und stößt dabei auf die Urschriften des Miethe-Mythos: "Das scheibenförmige Jet-Flugzeug wurde 1951 von John Frost entworfen, für die kanadische AVRO-Flugzeugwerft in Toronto, Kanada. (...) Das kanandische Verteidigungsministerium hatte das Programm bereits 1954 mit der Begründung eingestellt, es sei nicht vielversprechend genug, um weitergeführt zu werden, es erfülle anscheinend keinen nützlichen Zweck. Einige Monate später übernahm die US Air Force die Rechnung und ging sofort daran, das Projekt mit dem für sie typischen und lächerlichen Schleier der Geheimhaltung zu überziehen. (...) Schon 1954 webte ein anonymer europäischer Autor die AVRO-Scheibe in sein Gespinst einer 'Naziuntertasse V-7'. Er informierte seine Leser, dass der Schöpfer der 'V-7', 'Dr. Heinrich Richard Miethe', zu dieser Zeit in Kanada weilte, wo er sein wunderbares Fahrzeug für die AVRO rekonstruierte. Der jüngste Nachdruck dieses Märchens erschien 1958, als die englische Übersetzung von Robert Jungks interessantem, aber mit Fakten leichtsinnig verfahrendem Buch Brighter Than a Thousand Suns (Zürich, 1956) in diesem Land erschien. Jungk hatte diese Erzählung aus dm Buch eines gewissen Rudolf Lusar abgeschrieben (erschienen 1956), ohne dies anzugeben. Obwohl unsere Rechercheabteilung ganz bestimmt der Ansicht ist, dass alle 'Nazi-Untertassen' von heißer Luft angetrieben werden, haben wir sicherheits-halber bei AVRO angefragt und sie gebeten, die Story zu kommentieren. Wenig überraschend hieß es: 'Wenn dieser Miethe überhaupt je existiert hat, dann haben wir nie etwas von ihm gehört."

Im April 1959 verkündete die Nachrichtenagentur UPI: Die USA werden in diesem Sommer ihre erste 'fliegende Untertasse' testfliegen, wie ein Verteidigungsexperte heute mitteilte. Der Experte, der bei dem Programm arbeitet, sagte, die Öffentlichkeit werde 'absolut überrascht' von dem neuen bemannten Flugzeug sein, wenn endlich die Geheimhaltung gelüftet werden wird, was vielleicht schon in diesem Jahr sein kann. 'So etwas habe ich noch nie gesehen', sagte er zu UPI. 'Die Untertasse wird sich dicht an den Boden schmiegen, zwischen Bäumen herumflitzen, sich in kleine Mulden ducken und so das feindliche Radar verwirren. Sie wird über einer Stelle schweben und sich seitwärts bewegen können. Das Gerät werde die Army mit einer modernen Luftkavallerie ausstatten. Truppen und Ausrüstungen können überall hin geschafft werden, und zwar schnell.'"

Wovon der Verteidungsexperte da träumte, war nichts anderes als ein Hubschrauber, und dieser Traum war ja längst dabei, in Erfüllung zu gehen, und zwar nicht in Form einer fliegenden Untertasse, sondern tatsächlich als Hubschrauber. Das AVRO-Skycar hatte sich als vollkommen leistungsschwach herausgestellt. Ab einem Meter Höhe wurde die Maschine instabil, die Leistung der Triebwerke war zu schwach. Geplant waren 3000 Meter Gipfelhöhe. Die erzielte Spitzengeschwindigkeit über Grund lag bei maximal 48 km/h, geplant waren 500 km/h. Das Fluggerät war zudem extrem laut. Im Dezember 1961 wurde das Programm eingestellt. Es hatte mehr als 10 Millionen US-Dollar gekostet.
Arbeiten am Zyklotron ...

Die Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost gab es tatsächlich. In Zeuthen-Miersdorf hatte Reichspostminister Wilhelm Ohnesorge eine Forschungsstelle für Kernspaltung einrichten lassen, betrieb ein großes Zyklotron und eine Pilotanlage zur Isotopentrennung. Dort wurde Grundlagenforschung betrieben, nicht die Erforschung atomarer Raketenantriebe, wie Geise schreibt. Erforscht werden kann nur, was bereits existiert, doch abgesehen davon war die Kernspaltung längst nicht gemeistert, und auch konventionelle Raketen flogen erst seit kurzer Zeit, ohne gleich wieder abzustürzen oder zu explodieren. Das Interesse der Reichspostforschungsanstalt galt der Gewinnung von Erkenntnissen über die "Bedeutung der Atomzertrümmerung für die Herstellung von Bomben mit ungeheurer Sprengwirkung", wie ihr Präsident, Professor Friedrich Gladenbeck, im Mai 1941 im Wehrwirtsschafts- und Rüstungsamt der Wehrmacht verkündete.
Techno-Fantasia im neuen Jahrtausend. Die Nazi-UFO-Fan-Gemeinde konnte sich mit Hilfe von Heimcomputern und Grafikprogrammen von den echt täuschenden (oder täuschend echten) Risszeichnungen und Konstruktions-plänen sowie den unscharfen, authentisch wirkenden Fotomontagen verabschieden. Die aktuellen Fangrafiken sind hyperreal.
Der Erstflug des Prototypen mit der Bezeichnung BMW Flügelrad I V1 soll zwischen August und September 1943 in Prag-Kbely stattgefunden haben. "Nach Angaben von Beobachtern" soll die Maschine auf einen Meter Höhe gestiegen und über eine Distanz von 300 Meter geflogen sein, gefolgt von einer harten Landung.
Der erste Flug der BMW II V1 erfolgte am 14. Febuar 1945 in Prag-Kbely. Nur zwei Monate später, im April 1945 wurden sämtliche Unterlagen und Modelle des Nurflügler-Projektes vernichtet. Die unten gezeigten Projektierungen wurden nicht mehr realisiert. Soweit die Angaben der "offiziösen" Chronisten der Geschichte, Geise, Rothkugel und Gehring, die sich ganz erheblich von den extremen Fantasien van Helsings oder anderer unterscheiden, eine Tatsache, die sie zwar nicht wahrer macht, sie für jeden Leichtgläubigen aber leicht glaubwürdig erscheinen lässt.
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