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Dossier O3010401 / VRIL

Yani-Ya koom-zi Vril-Ya an
Sumer an Drakon a-u-ran
Yani-Ya Glek-Ya sol nax an
Sorat an Drakon a-u-ran
––Enter Vril-Ya, Therion

Vom Mythos, der Gesellschaft und der "Raumkraft"


Ist von VRIL die Rede, wird meist kaum geschieden zwischen behaupteter Raumkraft und vermeintlicher Geheimgesellschaft, die über diese Kraft verfügen soll, und dem Mythos, der die Erzählungen von Raumkraft und Geheimgesellschaft beinhaltet.

Zu VRIL gibt es eine Menge hochinteressanter Texte, und sicher ebensoviele banale und schlichtweg blödsinnige. Wunderbarerweise besetzt das Buch "Der Vril-Mythos" (von Dr. phil. Peter Bahn M.A. und dem Diplompsychologen und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Universität Oldenburg Heiner Gehring, so die Verlagsangaben) Spitzenplätze in beiden Kategorien, also in der Interessanz und im Blödsinn.

Im ersten Teil des Buches wird die Angelegenheit als das behandelt, was sie ist – als ein Mythos. Seine Herkunft wird gezeigt, wer ihn wo aufgeschrieben hat, wann und warum.

Je weiter man liest, desto seltsamer wird die Beurteilung dessen, was zuvor noch als literarisch fundierte und explizit als nicht überlieferte Erzählung erkannt und benannt wurde. Der sound ändert sich, ein Raunen hebt an, das impliziert, recht eigentlich sei doch mehr an der Geschichte dran, als die Skeptiker glauben (oder noch schlimmer: zugeben) können: Alles sei nämlich WAHR ...

"Der Vril-Mythos" wird dem VRIL-Mythos also bis zu einem gewissen Grad gerecht, zum Preis immanter Widersprüchlichkeit.

Wir hier am Erratik Institut wollen den umgekehrten Weg gehen. Unsere Prämisse ist, den Mythos als wahre Erzählung bzw. Erzählung einer vergangenen (ach, was soll's: meinetwegen auch gegenwärt- und zukünftigen) Wahrheit zu behandeln, nur um schließlich zu dem Ergebnis zu gelangen, dass alles erfunden, geklaut und verdreht wurde.


"Will nicht! Muss! Will nicht! Muss! WILL NICHT! MUSS!"

Vielleicht die rätselhafteste aller rätselhaften Geheimgesellschaften ist die VRIL. Das mag daran liegen, dass es sie nie gegeben hat, nicht als Körperschaft im eigentlichen Sinne, "nicht wirklich". Die VRIL-Gesellschaft ist in der Vorstellungswelt jener existent, die "glauben wollen, weil sie glauben müssen".

Unter denjenigen, die jede Fiktion glauben wollen und müssen, weil ihnen jede Fiktion so viel plausibler das Chaos zu erklären und Rettung zu versprechen vermag, herrscht im Allgmeinen Übereinstimmung dahingehend, dass die "geheime VRIL-Gesellschaft" eine geheime Gesellschaft innerhalb einer anderen Geheimgesellschaft war (oder ist). Bei dieser anderen "Geheimgesellschaft" handelt es sich um die > Thule-Gesellschaft, die es tatsächlich gegeben hat, deren Mitglieder, Absichten und Wirken der Geschichtsforschung bekannt sind, und bei der es sich aus diesem Grunde auch nicht um eine Geheimgesellschaft handelt.

Das Geheimnis der geheimen Existenz der VRIL, die geheimen Fakten also, zu kennen und offen rauszutun, behauptet eine opulent-fiktionale Schriftstellerei, letztlich jedoch immer und immer wieder ohne den allergeringsten Beleg. Genau diese vollkommene Abwesenheit faktischer Beweise muss dem Gläubigen als Beleg dafür herhalten, dass es sich eben "wirklich" um eine Geheimgesellschaft handelt. – "Leider" ist das ein Trugschluss, denn schließlich gilt bis zum Beweis des Gegenteils, dass eine Geheimgesellschaft nur dann eine ist, wenn niemand außerhalb ihrer von ihrer Existenz weiß. In dem Moment, da eine Geheimgesellschaft bekannt wird, hört sie auf, eine Geheimgesellschaft zu sein. Bekannt wird eine Geheimgesellschaft dadurch, dass Fakten bekannt werden. Gibt es keine Fakten, heißt das nicht, dass es keine Geheimgesellschaft gibt, aber eben auch nicht, dass es eine gibt.

Behauptungen, auch Tatsachenbehauptungen, sind nun mal "beim besten Willen" keine Fakten, wobei der beste Wille allzuhäufig jener zum Glauben ist. Da ist das Problem: "Wer aber das, was er jenseits der engeren Rationalität 'begriffen' hat, ausgerechnet mit dem Geltungsanspruch seriösester Erkenntnisse vorträgt, korrumpiert beides, das Irrationale und das Rationale." (Peter Sloterdijk, Kritik der zynischen Vernunft)

(Forschungsvorhaben läuft ...)



(∞)

> VRIL-Transmedien
Emblem der VRIL-Gesellschaft
Eine Mär von der Genese der VRIL-Gesellschaft

Im Jahre 1917 trafen sich die > Maria Orschitsch, > Karl Haushofer, > Rudolf von Sebottendorf und Lothar Weiz in einem Wiener Café. Aus dem Treffen ging 1919 die > Thule-Gesellschaft hervor, die sich ursprünglich auch esoterischen Themen widmete, jedoch schnell zu einer rein politischen Gemeinschaft wurde. Für Maria Orschitsch gab dies den Anstoß, mit ihrer Freundin Traute 1921 eine neue Vereinigung in München zu gründen: Die Alldeutsche Gesellschaft für Metaphysik, welcher vorerst nur Frauen angehörten. Wie der > Ordo Bucintoro gelangte die neue Gemeinschaft über Kontakte zu den Templererben an alte Texte und Ideen. Intern nannte sich die Gruppierung auch bereits VRIL-Gesellschaft.
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